Oberfränkisches ILE-Netzwerk zu Gast im Bayerischen Vogtland 19. ILE-Netzwerktreffen bot fachlichen Austausch, spannende Projekte und Einblicke in die regionale Entwicklung
Feilitzsch, 26. Oktober 2026 – Am Donnerstag, den 22. Oktober 2026, trafen sich die ILE-Managerinnen und -Manager Oberfrankens zum mittlerweile 19. Netzwerktreffen. Auf Einladung des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberfranken war diesmal die ILE Bayerisches Vogtland mit ihren vier Mitgliedsgemeinden Feilitzsch, Gattendorf, Töpen und Trogen Gastgeberin.
Tagungsort war die „Tenne“ in Zedtwitz, wo Alexander Kätzel, Erster Bürgermeister der Gemeinde Töpen sowie Vorsitzender der ILE Bayerisches Vogtland und der Verwaltungsgemeinschaft Feilitzsch, die Teilnehmenden herzlich begrüßte.
Einblicke in die interkommunale Zusammenarbeit
Im Anschluss stellte ILE-Managerin Vivien Kusma die Arbeit der ILE Bayerisches Vogtland vor und gab einen Überblick über bereits umgesetzte sowie aktuelle und geplante Projekte. Neben den vielfältigen Möglichkeiten des Regionalbudgets stand insbesondere das interkommunale Projekt „PflegeLotsen im Bayerischen Vogtland“ im Fokus.
Mit diesem gemeinsamen Vorhaben möchten die vier ILE-Gemeinden künftig eine wohnortnahe Anlaufstelle für Fragen rund um Pflege, Unterstützung und Versorgung schaffen. Das Projekt verdeutlicht, wie durch interkommunale Zusammenarbeit neue Angebote entstehen können, von denen die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar profitieren.
Aktuelle Themen und Impulse für die ländliche Entwicklung
Weitere fachliche Impulse lieferten die Vertreter des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberfranken. Matthias Trepesch informierte über den Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, der unter dem Motto „Unser Dorf. Unsere Zukunft“ steht. Tobias Alt berichtete über aktuelle Entwicklungen und Themen aus dem ALE.
Wie wichtig ein vorausschauender Umgang mit Wasser angesichts zunehmender Starkregenereignisse und Trockenperioden ist, zeigte Felix Mann von der
Schwammregion Allianz B303+. Anhand bisheriger Projekte und Maßnahmen stellte er Ansätze vor, mit denen Wasser möglichst lange in der Landschaft gehalten und der natürliche Wasserrückhalt gestärkt werden kann.
Die anschließenden Gespräche boten Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und neue Anregungen für die Arbeit in den eigenen ILE-Regionen mitzunehmen.
Dorfentwicklung und regionale Geschichte hautnah erleben
Auch die praktische Umsetzung ländlicher Entwicklung kam nicht zu kurz. Beim Besuch des ZEDTkaufs führte Jens Schnabel, Erster Bürgermeister der Gemeinde Feilitzsch, die Teilnehmenden durch den Dorfladen und gab Einblicke in dessen Entstehung und Bedeutung für die örtliche Nahversorgung. Der ZEDTkauf zeigt beispielhaft, wie durch bürgerschaftliches Engagement und gezielte Dorfentwicklung die Lebensqualität im ländlichen Raum gestärkt werden kann.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Fattigsmühle in Isaar führte die Exkursion weiter zum Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth. Eine Führung durch die Geschichte der deutschen Teilung und des besonderen Grenzortes bildete den Abschluss des abwechslungsreichen Netzwerktreffens.
Das 19. ILE-Netzwerktreffen machte einmal mehr deutlich, wie wertvoll der regelmäßige Austausch und die Vernetzung der oberfränkischen ILE-Regionen sind.
Neue Ideen, gemeinsame Herausforderungen und erfolgreiche Praxisbeispiele liefern wichtige Impulse, um den ländlichen Raum auch künftig lebenswert und zukunftsfähig zu gestalten.